Ehrungen
Das Ehrenzeichen des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher („Goldener Höhlenbär“)
Im Jahre 1984 wurde der immer wieder an den Vorstand des VÖH herangetragene Wunsch, ein Ehrenzeichen für besondere Verdienste um die österreichische Höhlenforschung zu schaffen, realisiert. Dazu wurde eine Ehrenzeichen-Kommission, deren Zusammensetzung, sowie die Antrags- und Verleihungsbedingungen von den Delegierten der Jahreshauptversammlung beschlossen.
Diese Kommission setzt sich zusammen aus den Obleuten der vier mitgliederstärksten Vereine des VÖH oder einem bestellten Stellvertreter, je einen Vertreter der übrigen Vereinen und einer von den Mitglieds-Schauhöhlen gewählten Vertrauensperson. Weiters, um eine Stimmengleichheit auszuschließen, dem Vorsitzenden des Verbandes oder einem vom Verbandsvorstand nominierten Vertreter.
Den Antrag, einer Person das Ehrenzeichen zu verleihen, können alle Mitgliedsorganisationen an den Vorstand des VÖH richten, der diesen oder einen eigenen, an die Ehrenzeichen-Kommission weiterleitet. Diese entscheidet mehrheitlich.
Da die Verleihung nach Möglichkeit im Rahmen einer Jahreshauptversammlung stattfinden sollte, ist ein Antrag vor der vorherigen wünschenswert, um eine Beratung bei dieser Gelegenheit zu ermöglichen. Das Ehrenzeichen „Für Verdienste um Österreichs Höhlenforschung“ zeigt - um sich von den vielen verschiedenen Fledermaus-Abzeichen abzuheben – einen schreitenden Höhlenbären.Es ist auf der Rückseite durchgehend nummeriert und wird in dieser Reihenfolge verliehen. Die Vorlage für den Prägestempel modellierte Mag. Heinz Ilming.
Seit 1984 wurde das Ehrenzeichen an folgende verdiente Personen verliehen.
1984 a.o.Univ.Prof. Hubert Trimmel
1986 Prof. Dr. France Habé, Gustave Abel, D.I. Dr. h.c. Othmar Schauberger, Roman Pilz
1989 Prof. Dr. Herbert W. Franke
1991 Dr. Friedrich Oedl
1993 Willi Repis, Walter Klappacher, Helga & Wilhelm Hartmann
1994 D.I. Heinrich Mrkos, Alfred Auer
1996 Anton Mayer
1997 Ernst Solar
1998 Karl Gaisberger, Erhard Fritsch, Hermann Kirchmayr, Edith Bednarik, Albert Morocutti
2000 Dr. Max H. Fink, Dr. Karl Mais, Günter Stummer
2001 Erwin Hüttner
2002 Prof. Mag. Heinz Ilming
2008 Gerhard Winkler
2010 Walter Greger
2012 Emil Büchel, Siegfried Gamsjäger
Poldi Fuhrich Preis
Mit dem 2010 erstmals vergebenen Poldi Fuhrich Preis sollen explizit jüngere Höhlenforscher für ihre herausragenden Arbeiten auf dem Sektor der Höhlenforschung, Höhlendokumentation und Öffentlichkeitsarbeit geehrt werden.
Dieser Preis erinnert an Poldi Fuhrich, einer der bekanntesten österreichischen Höhlenforscherinnen, die auch international Beachtung fand, und in jungen Jahren 1926 in der Semriacher Lurgrotte tragisch verunglückte. Der Preis wird im Rahmen der Jahreshauptversammlung verliehen und umfasst eine Urkunde, sowie einen Förderpreis in der Höhe von € 500.
2010 Forschergruppe des Vereins für Höhlenkunde Ebensee
2011 Clemens Tenreiter
2012 Alex Klampfer, Barbara Wielander