Technische Schulungs- und Forschungswoche (Kurs I)
Lehrinhalte
In Kleingruppen von jeweils 2-3 Personen, begleitet von erfahrenen HöhlenforscherInnen, werden wir in den ersten Tagen die sichere Befahrungs- und Seiltechnik trainieren und durch neue Methoden erweitern. Wir lernen und üben dabei auch die verschiedensten Verankerungstechniken und den korrekten Seileinbau in Vertikalhöhlen.
Besonderes Augenmerk wird dabei auf Sicherheit gelegt, daher werden wir theoretisch und praktisch detailliert auf die besonderen Gefahren bei der Höhlenbefahrung und vor allem auf Sicherheitsaspekte in der verwendeten Technik und des Materials eingehen. Auch Erste Hilfe in Höhlen und in alpinem Gelände, sowie sichere Orientierung im Gelände (Karte, GPS, Höhlenplan...) und die Planung von Höhlentouren stehen auf dem Programm.
Schließlich soll jede/r TeilnehmerIn in der Lage sein, eine (Vertikal)Höhle sicher und selbständig zu befahren. Anschließend werden wir dann, angepasst an Erfahrungstand und das Können der einzelnen TeilnehmerInnen, das Gelernte bei mehreren Höhlenbefahrungen in der Umgebung in die Praxis umsetzen. Interessierte haben nun auch die Möglichkeit, direkt in die Höhlenforschung zu schnuppern, in dem wir bis dahin noch unerforschte Höhlen suchen, erforschen und dokumentieren, d.h. sie vermessen.
Der Schwierigkeitsgrad der Höhlen bzw. ob geforscht und vermessen oder "nur" befahren wird, richtet sich dann vor Ort nach dem Können der TeilnehmerInnen. Niemand wird bei einer Tour überfordert oder unzureichend betreut werden, genauso wird mit Sicherheit niemandem langweilig. Das einzigartige Gelände am Kursort bietet uns eine Reihe an Möglichkeiten: kleine „Schnupperhöhlen“ (darunter auch einige horizontale Objekte), Schachthöhlen mit unbekannten Fortsetzungen (z.B. Juliaschacht -1000 m), einige größere, sehenswerte Höhlen (z.B. Mammuthöhle +64 km, Mörkhöhle, Hinkelsteinhöhle -600 m ...) und natürlich unzählige, noch unerforschte Objekte.